Ich habe mir über Fernleihe den ersten Band des "Wissenschaftlichen Briefwechsels" von Wolfgang Pauli mit u.a. Niels Bohr, Albert Einstein, Werner Heisenberg aus der örtlichen Stadtbibliothek ausgeliehen. Nach einem ersten oberflächlichen Durchlesen kann ich sagen: sehr interessant und erhellend, aber auch anspruchsvoll. Es folgt eine Lektüre im Detail über die nächsten zwei Wochen (jedenfalls so geplant).
Aus dem den Briefen vorangestellten Aufsatz "Die Funktion und Bedeutung von Briefen" (in den Naturwissenschaften, Anm. js) von Armin Hermann:

"Dreihundert Jahre nach Kepler hätte eine Veröffentlichung seiner Art als Zumutung gegolten. Keine Spur mehr von der einstigen behaglichen Breite; kein persönliches Wort, das den Leser ermunterte, kein Exkurs, der nicht direkt mit der Sache zu tun hatte."

Wie anders dagegen so ein Briefwechsel (vor allem der Stil von Paul Ehrenfest ist geradezu drollig!), oder auch das Buch "Uncle Tungsten" von Oliver Sacks (der ja eher als Neurologe bekannt ist; ich empfehle dieses Buch allen an der Geschichte der Chemie Interessierten) sowie die Aufsätze von Henri Poincare und auf www.mathpages.com (s. frühere postings).

Ich werde sicher hier ab und an ein prägnantes Zitat ...zitieren.
"From the earliest recorded thoughts about physics and philosophy, beginning in ancient times, theories about the constitution of nature have been divided into two opposing conceptual frameworks, one based on the idea of a continuum of substance permeating all space, and the other based on the idea of isolated entities moving through a void of empty space. Although one view or the other has sometimes been predominant, neither view has ever won unanimous assent, and the “mainstream” view has alternated back and forth between the two frameworks many times throughout the history of science."

from http://www.mathpages.com/home/kmath613/kmath613.htm
"Die neue Theorie beleuchtet (...) sowohl die Vorzüge als auch die Schwächen der alten Theorie, und sie gibt uns die Möglichkeit, unsere alten Begriffe von einer höheren Warte aus neu zu formulieren. (...) Wir kommen nach wie vor mit der alten Theorie aus, solange es sich um Gesetzmäßigkeiten handelt, die in ihrem Geltungsbereich liegen, doch ist es uns auch in diesen Fällen nicht verwehrt, die neue Theorie anzuwenden, da sie sich ja auf alle bekannten Gesetzmäßigkeiten erstreckt."

(aus dem Kapitel "III. Kraftfeld und Relativitätstheorie"; dort im Abschnitt "Feld und Äther")

Profile

johnstricker

October 2021

S M T W T F S
     12
3456789
101112131415 16
17181920212223
24252627282930
31      

Syndicate

RSS Atom

Most Popular Tags

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Jan. 8th, 2026 04:27 pm
Powered by Dreamwidth Studios